Verfasst von: centimbu in: Dezember 22, 2008
Wer sich bei StudiVZ politisch als „kronloyal“ bezeichnet, will bestimmt nicht den Kaiser zurück. Genau wie das „Gruscheln“ ist „kronloyal“ deshalb mehr ein Scherz und eine Erfindung von StudiVZ. Wenn man sich die Reihenfolge der Liste „Politische Richtung“ anschaut, stellt man fest, dass diese kein Ranking darstellt, das bei links anfängt und bei rechts aufhört. Allerdings steht „kronloyal“ direkt unter „konservativ“. Jemand der links ist, würde sich deshalb nicht als „kronloyal“ bezeichnen, also eher jemand, der eher „konservativ“ ist. Es kann aber auch sein, dass jemand völlig unpolitisch ist und nur deshalb„kronloyal“ angibt, weil er oder sie es witzig findet. Jeder weiß, dass in Deutschland Monarchen nichts mehr zu sagen haben, weshalb klar ist, dass mit „kronloyal“ nicht Treue und Loyalität zum König / Kaiser / Fürst gemeint sein kann. Der Aussagegehalt von „kronloyal“ tendiert also gegen Null.
Verfasst von: centimbu in: Dezember 22, 2008
StudiVZ und andere soziale Internet-Plattformen bieten die die Möglichkeit des Gruschelns. Dieses Kunstwort ist eine Neubildung aus Grüßen und Kuscheln.
Es geht hier um eine Kommunikationsform die überwiegend Flirtcharakter hat. Aus dem internetfernen Leben kennt man das als Baggern, Angraben oder Flirten. Allerdings ist man im wahren Leben mit einer neuen Person im persönlichen Kontakt wesentlich schneller bereit und in der Lage, eine Entscheidung über einen erotischen Kontakt zu treffen als bei einen anonymen Kontakt über eine Anzeige oder das Internet. Denn wenn Menschen sich in die Augen sehen, dann können sie in Bruchteilen einer Sekunde entscheiden, ob sie mit jemandem sexuell interagieren können.
Im Internet und bei Plattformen, gibt es neben dem Gruscheln noch das Wuscheln. Hier ist ein netter Gruß an einen Freund oder Bekannten gemeint. Unter den Usern der verschiedenen Plattformen ist umstritten, wie stark das Gruscheln erotischen oder gar sexuellen Inhalt haben kann. So verstehen viele das Gruscheln als ersten Kontaktversuch, um einer anderen Person zu zeigen, dass man sie gut findet und gern mit ihr mehr anfangen würde.
Andere sehen dies nicht so sehr erotisch aufgeladen. Für die ist Gruscheln einfach nur die Aussage: „Ich finde Dich interessant und möchte gerne mit Dir kommunizieren. Wenn sich dann eine Übereinstimmung feststellen lässt, dann können wir vielleicht mehr in Kontakt kommen und uns besser kennenlernen. Es könnte sich aber auch herausstellen, dass wir nur peripher zu einem Sachthema einen gelegentlichen Kontakt haben.“
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Da nach Angaben von studiVZ über 4 Millionen Studenten einen Account besitzen, ist es für die Betreiber trotz getroffener technischer Vorkehrungen unmöglich, alle dort veröffentlichten Inhalte auf eventuelle Rechtsverstöße zu überprüfen. Zum Beispiel müssen Benutzer per Mausklick jedes Mal versichern, dass ein hochgeladenes Foto „[…] keine fremden Urheberrechte verletzt und kein unanständiges Bild ist“. Allerdings kann ein Foto auch das Recht am eigenen Bild verletzen, was schon der Fall sein kann, wenn eine der abgebildeten Personen keine ausdrückliche Zustimmung zu der Veröffentlichung gegeben hat. Auch die Möglichkeit, über eine Mitteilung an einen so genannten „Studenten-Rat“, bestimmte Übertretungen der Community-Regeln zu „melden“, kann nicht sämtliche Rechtsverstöße ausschließen.
Auf die Meldung bedenklicher Gruppen und Profile durch Benutzer der Plattform wurde zudem nicht immer in der von den Kritikern erwarteten Form reagiert. So wurde am 23. November 2006 bekannt, dass eine Gruppe „nur für Männer“ mit dem Ziel, jeden Monat die schönste Studentin zu wählen, existierte. In dem Gruppenforum wurden auch öffentlich in den Profilen angegebene Daten wie Name, Hochschule oder Bilder von einzelnen Studentinnen gepostet. Zwei derart „ausgezeichnete“ Studentinnen haben sich als Reaktion darauf abgemeldet. Auf Beschwerden diesbezüglich hat studiVZ nicht mit einer Löschung reagiert. Vielmehr hat der Bearbeiter offenbar für sich und den Geschäftsführer Michael Brehm um Aufnahme in die zwischenzeitlich 700 Mitglieder zählende Gruppe gebeten. Daneben gab und gibt es aber auch vergleichbare Gruppen, in denen Studentinnen sich über die attraktivsten Männerprofile austauschten.[31]
Auch bei dem Ableger schuelerVZ ist es nicht möglich, sämtliche Inhalte zu kontrollieren. So erstattete der Vater einer Schülerin „Strafanzeige wegen der Verbreitung pornographischen Materials und wegen Volksverhetzung.
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Nach dem Verkauf der Plattform an die Holtzbrinck-Gruppe wurde im Dezember 2007 die Veränderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen angekündigt und an die einzelnen Nutzer verschickt. Die Nutzer konnten den neuen Bedingungen bis zum 9. Januar 2008 zustimmen, um die Plattform weiterhin zu nutzen. Nutzern, die ihre Zustimmung verweigerten, wurde der Account gesperrt und erst wieder zugänglich gemacht, wenn eine Zustimmung bis Anfang März 2008 erteilt wird. Die neuen AGB räumen StudiVZ die Möglichkeit zur Personalisierung von Werbeinhalten ein. Dies ermöglicht es Werbekunden, Nutzern auf Basis ihrer Interessen angepasste Werbeinformationen – auch über andere Kommunikationskanäle – zuzustellen. Datenschützer kritisierten dieses Vorgehen scharf, denn ist die Zugriffsberechtigung erst einmal erteilt, war es laut dem ersten Entwurf der AGB nachträglich kaum noch möglich, die Vermarktung der Daten einzuschränken. Mit der zweiten, überarbeiteten Version wurde dies teilweise wieder zurückgenommen, so dass ein Widerspruch gegen personalisierte Werbung auch bei Verbleib im StudiVZ möglich ist. Den aktuellen AGB zufolge können Benutzerprofile – entgegen der Berichterstattung in manchen Medien – auch wieder vollständig gelöscht werden. Die Pläne von StudiVZ lösten Diskussionen unter Nutzern und in den Medien aus, in deren Verlauf das Unternehmen versuchte, die schwerwiegendsten Kritikpunkte zurückzunehmen
Die erwähnten Änderungen der AGB im Dezember 2007 erfolgten nach Angaben der Geschäftsführung von studiVZ auch aus ermittlungstechnischen Gründen: Der Kriminalpolizei und Landeskriminalämtern werden angeforderte persönliche Nutzerdaten übermittelt, sofern diese Rechtsverstöße vermuten und zum Beispiel Klarnamen der Nutzer wünschen, um weitere Untersuchungen durchführen zu können. Dabei werden nur die Nutzungsdaten derjenigen gespeichert, die der Speicherung Ihrer Daten nicht widersprochen haben, wie der Geschäftsführer von studiVZ, Marcus Riecke, ausführt: „Wir stehen da zwischen den Fronten. Auf der einen Seite der Datenschutz, auf der anderen Seite die Ermittler. Das Telemediengesetz verbietet uns, ohne Zustimmung der Nutzer Nutzungsdaten zu speichern. So hat der BGH vorigen Herbst entschieden. Die Kripo- und LKA-Beamten verlangen aber genau diese Daten von uns, die wir laut Datenschützern nicht speichern dürfen. Deshalb haben wir die Nutzer der Speicherung der Nutzungsdaten zustimmen lassen. […] Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen solche Daten nun herausgeben. Nutzungsdaten speichern wir bei allen Nutzern, die uns das erlaubt haben durch ihre Einwilligung.“[18] Ob sich daraus vorauseilender Gehorsam ableiten lässt, ist interpretationswürdig
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
studiVZ ist eine Private Limited Company by Shares (Ltd.) nach britischem Recht mit Hauptsitz in Birmingham und Zweigniederlassung in Berlin. Ehssan Dariani (CEO) und Dennis Bemmann (CTO) hatten studiVZ Ende Oktober 2005 gegründet. Dariani schied im März 2007 als Geschäftsführer aus und soll dann nach Umwandlung von studiVZ in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in den Aufsichtsrat wechseln.
Seit dem 13. August 2007 ist Marcus Riecke, ehemaliger Nordeuropachef von eBay, Chief Executive Officer (CEO) von studiVZ. Geschäftsführer („directors“) sind heute Marcus Riecke (CEO), Dennis Bemmann (CTO) und Michael Brehm. Michael Brehm wurde erst im Juni 2006 zum dritten Geschäftsführer, nachdem er bis dato noch als Analyst bei der Investmentbank Merrill Lynch gearbeitet hatte. Bei studiVZ arbeiten inzwischen über 140 Mitarbeiter.
Die Gründer des Merchandising-Dienstes Spreadshirt Lukasz Gadowski und Matthias Spiess stellten jeweils die ersten 5.000 Euro Startkapital bereit. Verschiedene Gesellschafter haben später nach eigenen Angaben von studiVZ insgesamt 2,5 Millionen Euro in den Aufbau von studiVZ eingebracht.
Größter Investor war im August 2006 die Holtzbrinck Ventures GmbH mit zwei Millionen Euro.[7] Weitere Gesellschafter waren die folgenden Personen oder Unternehmen, die zusammen etwa 500.000 Euro eingebracht haben: Aaron Voloj Dessauer, Christian Vollmann, Christophe Maire, Dario Suter, European Founders Fund GmbH (Marc, Oliver und Alexander Samwer), Kolja Hebenstreit, Oliver Jung, Peter Schüpbach.
Die Unternehmung wurde am 3. Januar 2007 vollständig von Holtzbrinck Networks übernommen, welche zum Holtzbrinck-Konzern gehört. Ein Pressesprecher erklärte, der Preis liege „über 50 Millionen Euro, aber unter 100 Millionen“. Laut Focus habe der Axel-Springer-Verlag in letzter Minute selbst noch 120 Millionen Euro geboten.
studiVZ Ltd. hat sich die Begriffe gruscheln und studiVerzeichnis[9] beim Deutschen Patent- und Markenamt als Wortmarke schützen lassen.
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Nutzerprofilen von über 50 Millionen registrierten Nutzern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen sensible persönliche Daten der Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Hobbys, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und Lieblingsfilmen umfassen die bereit gestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.
Dagegen wendet sich in den USA erste Kritik wie von Facebook-Nutzer Nate Weiner im Gespräch mit AP: „Was wäre, wenn du ein Buch bei Amazon kaufst, das ‚Der Umgang mit Aids‘ heißt, und jeder einzelne deiner Freunde erfährt davon?“ Denn das Problem ist, dass nun ein Unternehmen immer mehr persönliche, schlecht zu kontrollierende Angaben seiner Kunden (mit deren formeller Erlaubnis) speichert. Dabei aber dies nicht im Alltag bewusst macht.
Ein Artikel in der englischen Zeitung The Guardian vom 14. Januar 2008 kritisierte die Gründer und Besitzer des Unternehmens in zahlreichen Punkten. Unter anderem zeigte er auf, wie die neokonservative Gesinnung des Investors Peter Thiels, eines aus Deutschland stammenden Hedge-Fund-Managers, einen ernstzunehmenden Einfluss auf die Funktionsweise und Ausrichtung des Unternehmens haben könnte.
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Mark Elliot Zuckerberg (* 14. Mai 1984 in Dobbs Ferry im US-Bundesstaat New York) ist ein US-amerikanischer Programmierer und Internet-Unternehmer. Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Online-Netzwerks Facebook und hält an diesem einen Anteil von 30 Prozent. Der Gesamtwert des Unternehmens wird auf etwa fünf Milliarden Dollar geschätzt.[1] Microsoft bewertet Facebook Anfang Mai 2008 mit einem Gesamtwert von 15 Milliarden Dollar.[2]
Nach einigen erfolglosen Webprojekten gründete Zuckerberg im Jahr 2004 als Student der Harvard University die Internetfirma Facebook. Im Jahr 2006 gab er sein Studium ohne Abschluss auf, um sich auf seine Aufgaben bei Facebook zu konzentrieren.
Zuckerberg ist mit einem Vermögen von 1,5 Milliarden Dollar somit der wahrscheinlich jüngste Selfmade-Milliardär der Welt.
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Nach seinem Abitur 1994 studierte Alexander Samwer Volkswirtschaftslehre und Politik in Oxford.
1999 gründete Alexander Samwer zusammen mit seinen Brüdern Marc und Oliver und drei Freunden das Internet-Auktionshaus alando.de nach dem Vorbild des US-amerikanischen Unternehmens eBay. Bereits sechs Monate später verkauften sie ihr Unternehmen für 50 Millionen Dollar an eBay.
Im August 2000 gründet er zusammen mit seinen Brüdern Marc und Oliver und den großen Firmenpartnern Debitel und den Metro-Töchtern Media Markt und Saturn die Jamba! GmbH. Unter der Führung von Oliver und Marc Samwer entwickelt sich Jamba! zum größten europäischen Anbieter von Klingeltönen und Mobiltelefon-Anwendungen. Das Unternehmen kam massiv in die Kritik, als bekannt wurde, dass unter Verschleierung wichtiger Informationen Abonnements an Minderjährige verkauft worden waren. 2004 übernahm der US-amerikanische Konzern VeriSign die Jamba! GmbH für 273 Millionen Dollar, in der sie bis zum 19. Dezember 2005 die Geschäftsführung innehatten.
Seit Anfang 2006 betätigen sich die Brüder Samwer als Risikokapital-Geber für Startups im Internet und Mobilfunkbereich. Zu den Investments ihres European Founders Fund gehören u.a. das Spieleportal bigpoint.com, der Fotodienstleister myphotobook.de, das Studentennetzwerk studiVZ.net und die Tauschplattform für Medienprodukte hitflip.de. Am 15. Januar 2008 wurde bekannt, dass die Samwer-Brüder Unternehmensanteile an Facebook erworben haben.
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Facebook ist eine kostenlose Internetplattform zur Bildung von sozialen Netzwerken im englischsprachigen Raum. Sie wurde im Februar 2004 von Mark Zuckerberg an der Harvard University entwickelt.
Bücher (books) mit den Fotos der Gesichter (faces) der Uni- oder Schulmitarbeiter heißen in den USA Facebooks und werden zu Beginn des Semesters verteilt. Dies soll besonders Neulingen die Orientierung auf dem Campus erleichtern. Davon abgeleitet richtet sich Facebook an alle Arten von Schülern bzw. Studenten, die z. B. an High Schools oder Colleges eingeschrieben sein können. Der Firmensitz von Facebook ist in Palo Alto, Kalifornien.
Seit September 2006 können sich Benutzer aus der ganzen Welt anmelden. Am 24. Oktober 2007 berichtete die Presse, dass Microsoft einen Anteil von 1,6% der Firma für 240 Million Dollar gekauft hat. Der geschätzte Marktwert von Facebook liegt somit bei ungefähr 15 Milliarden Dollar.
Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Nutzerprofilen von über 50 Millionen registrierten Nutzerinnen und Nutzern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen sensible persönliche Daten der Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Hobbys, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und Lieblingsfilmen umfassen die bereit gestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.
Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Kronloyal bedeutet, loyal (treu, ergeben) gegenüber der Krone zu sein. Dies ist der Sache nach eine gefühlsbetonte Ausdrucksweise dafür, monarchistisch zu sein (in manchen Ländern wird auch „royalistisch“ gesagt). Mit Krone kann neben dem konkreten Schmuck auch die Einrichtung „Monarchie“ und die herrschende Person gemeint sein. Die Verbundenheit besteht nicht gegenüber z. B. einem König als Person, sondern gegenüber dem König als Inhaber der Krone.
Der selten verwendete Begriff ist in einer Internetplattform für Studierende als Auswahlmöglichkeit zum Eintragen einer politischen Orientierung eingetragen worden. Völlig ernsthaft wirkt dies nicht, zumal in Deutschland keine gekrönten Monarchen mehr politische Herrschaft ausüben.
Es bedeutet in etwa den/dem Obersten hörig. Es ist nicht synonym mit Konservativ. Wenn z.B. jemand „aus Gründen der Staatsräson“ eine Schweinerei begeht, um seinen Herrscher, trotz anders geltenden Gesetzen, zu dienen, ist er kronloyal. Aber auch wenn er unter Gefahr zu seinem Souverän steht, ist er kronloyal. Rechte benutzen diesen Begriff gerne, wenn ihnen Treue zu schwülstig klingt