Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Da nach Angaben von studiVZ über 4 Millionen Studenten einen Account besitzen, ist es für die Betreiber trotz getroffener technischer Vorkehrungen unmöglich, alle dort veröffentlichten Inhalte auf eventuelle Rechtsverstöße zu überprüfen. Zum Beispiel müssen Benutzer per Mausklick jedes Mal versichern, dass ein hochgeladenes Foto „[…] keine fremden Urheberrechte verletzt und kein unanständiges Bild ist“. Allerdings kann ein Foto auch das Recht am eigenen Bild verletzen, was schon der Fall sein kann, wenn eine der abgebildeten Personen keine ausdrückliche Zustimmung zu der Veröffentlichung gegeben hat. Auch die Möglichkeit, über eine Mitteilung an einen so genannten „Studenten-Rat“, bestimmte Übertretungen der Community-Regeln zu „melden“, kann nicht sämtliche Rechtsverstöße ausschließen.
Auf die Meldung bedenklicher Gruppen und Profile durch Benutzer der Plattform wurde zudem nicht immer in der von den Kritikern erwarteten Form reagiert. So wurde am 23. November 2006 bekannt, dass eine Gruppe „nur für Männer“ mit dem Ziel, jeden Monat die schönste Studentin zu wählen, existierte. In dem Gruppenforum wurden auch öffentlich in den Profilen angegebene Daten wie Name, Hochschule oder Bilder von einzelnen Studentinnen gepostet. Zwei derart „ausgezeichnete“ Studentinnen haben sich als Reaktion darauf abgemeldet. Auf Beschwerden diesbezüglich hat studiVZ nicht mit einer Löschung reagiert. Vielmehr hat der Bearbeiter offenbar für sich und den Geschäftsführer Michael Brehm um Aufnahme in die zwischenzeitlich 700 Mitglieder zählende Gruppe gebeten. Daneben gab und gibt es aber auch vergleichbare Gruppen, in denen Studentinnen sich über die attraktivsten Männerprofile austauschten.[31]
Auch bei dem Ableger schuelerVZ ist es nicht möglich, sämtliche Inhalte zu kontrollieren. So erstattete der Vater einer Schülerin „Strafanzeige wegen der Verbreitung pornographischen Materials und wegen Volksverhetzung.