Verfasst von: centimbu in: September 10, 2008
Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Nutzerprofilen von über 50 Millionen registrierten Nutzern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen sensible persönliche Daten der Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Hobbys, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und Lieblingsfilmen umfassen die bereit gestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.
Dagegen wendet sich in den USA erste Kritik wie von Facebook-Nutzer Nate Weiner im Gespräch mit AP: „Was wäre, wenn du ein Buch bei Amazon kaufst, das ‚Der Umgang mit Aids‘ heißt, und jeder einzelne deiner Freunde erfährt davon?“ Denn das Problem ist, dass nun ein Unternehmen immer mehr persönliche, schlecht zu kontrollierende Angaben seiner Kunden (mit deren formeller Erlaubnis) speichert. Dabei aber dies nicht im Alltag bewusst macht.
Ein Artikel in der englischen Zeitung The Guardian vom 14. Januar 2008 kritisierte die Gründer und Besitzer des Unternehmens in zahlreichen Punkten. Unter anderem zeigte er auf, wie die neokonservative Gesinnung des Investors Peter Thiels, eines aus Deutschland stammenden Hedge-Fund-Managers, einen ernstzunehmenden Einfluss auf die Funktionsweise und Ausrichtung des Unternehmens haben könnte.